Hermann Schaus
Parlamentarischer Geschäftsführer
Raum: 215 M
0611 350 60 76
www.hermann-schaus.de
Sprecher für: Gewerkschaften, Innenpolitik, Kirchen, Sport, Kommunalpolitik, Antifaschismus
Pressemitteilungen
NSU-Zeugenvernehmung: Enge Vernetzung der Neonazi-Kameradschaft Kassel mit Kameradschaft des NSU-Umfelds
Zur heutigen Vernehmung von zwei weiteren Zeugen aus dem Neonazi-Milieu im NSU-Untersuchungsausschuss, erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und Obmann im NSU-Untersuchungsausschuss:
„Zwei statt wie geplant drei Zeugen des Neonazi-Milieus mussten sich heute dem Ausschuss stellen. Die wichtige Zeugin Corynna G. hatte kurzfristig abgesagt und muss so bald wie möglich wieder geladen werden.
Der bis heute aktive Neonazi Philip T. – in der Szene auch bekannt als Reichstrunkenbold – wurde hingegen schon zum zweiten Mal vernommen, um zahlreiche Widersprüche zu erklären. Da er dies nicht konnte, sondern sich im Gegenteil noch tiefer in offenkundige Falschaussagen verstrickte, kam der Ausschuss folgerichtig überein, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Philip T. scheint lieber Strafen in Kauf zu nehmen, als wahrheitsgemäße Aussagen zu machen. Da er vorbestraft und einschlägig aktiv ist, könnte sein Aussageverhalten ernste Konsequenzen haben.“
Die Vernehmung von Christian W., ehemaliger Führer der Kameradschaft Kassel und Mitglied des verbotenen Blood & Honour Netzwerks habe einige Erkenntnisse zur Vernetzung der nordhessischen Naziszene und weitere Widersprüche zu den Aussagen seines Bruders und V-Manns Benjamin Gärtner zutage gebracht, so Schaus.
„Offenbar war die Kameradschaft Kassel eng vernetzt mit der Kameradschaft Rudolstadt, aus der die sogenannte Anti-Antifa Ostthüringen und der Thüringer Heimatschutz hervorging und in der das NSU-Trio sowie Tino Brand und Andre Kapke aktiv waren. Über Jahre hat es demnach monatliche Treffen gegeben, ausgerechnet mit dem engsten neonazistischen Umfeld des NSU. Brisant erscheint Christian W.s Aussage, wonach sein Bruder Benjamin G. an Treffen mit der Kameradschaft Rudolstadt häufig teilnahm. Es ist deshalb unklar, warum Benjamin G. dies nicht im Ausschuss aussagte und warum er als V-Mann angeblich nur über die völlig bedeutungslose Deutsche Partei berichtet haben soll.“
„Zwei statt wie geplant drei Zeugen des Neonazi-Milieus mussten sich heute dem Ausschuss stellen. Die wichtige Zeugin Corynna G. hatte kurzfristig abgesagt und muss so bald wie möglich wieder geladen werden.
Der bis heute aktive Neonazi Philip T. – in der Szene auch bekannt als Reichstrunkenbold – wurde hingegen schon zum zweiten Mal vernommen, um zahlreiche Widersprüche zu erklären. Da er dies nicht konnte, sondern sich im Gegenteil noch tiefer in offenkundige Falschaussagen verstrickte, kam der Ausschuss folgerichtig überein, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Philip T. scheint lieber Strafen in Kauf zu nehmen, als wahrheitsgemäße Aussagen zu machen. Da er vorbestraft und einschlägig aktiv ist, könnte sein Aussageverhalten ernste Konsequenzen haben.“
Die Vernehmung von Christian W., ehemaliger Führer der Kameradschaft Kassel und Mitglied des verbotenen Blood & Honour Netzwerks habe einige Erkenntnisse zur Vernetzung der nordhessischen Naziszene und weitere Widersprüche zu den Aussagen seines Bruders und V-Manns Benjamin Gärtner zutage gebracht, so Schaus.
„Offenbar war die Kameradschaft Kassel eng vernetzt mit der Kameradschaft Rudolstadt, aus der die sogenannte Anti-Antifa Ostthüringen und der Thüringer Heimatschutz hervorging und in der das NSU-Trio sowie Tino Brand und Andre Kapke aktiv waren. Über Jahre hat es demnach monatliche Treffen gegeben, ausgerechnet mit dem engsten neonazistischen Umfeld des NSU. Brisant erscheint Christian W.s Aussage, wonach sein Bruder Benjamin G. an Treffen mit der Kameradschaft Rudolstadt häufig teilnahm. Es ist deshalb unklar, warum Benjamin G. dies nicht im Ausschuss aussagte und warum er als V-Mann angeblich nur über die völlig bedeutungslose Deutsche Partei berichtet haben soll.“


