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Unrealistische Lärmpausen, aber Terminal 3 um jeden Preis? Falsche Prioriäten am Frankfurter Flughafen

Einem Artikel des Darmstädter Echos zufolge seien die von der Landesregierung angekündigten sogenannten „Lärmpausen“ am Frankfurter Flughafen generell schwer zu erreichen und zwischen 22 und 23 Uhr „absolut unrealistisch“. Hierzu und zum am Dienstag vorgestellten Gutachten über die Genehmigungsfähigkeit des Terminal 3 erklärt Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die konkrete Ausgestaltung der angekündigten Lärmpausen steht weiter aus. Es zeichnet sich ab, was wir von Anfang an sagten: Diese - rechtlich unverbindliche - Umverteilung des Fluglärms in den Nachtrandstunden ist nur ein Placebo, das den Protest der Bevölkerung in der Region ruhig stellen sollte. Nur ein echtes Nachtflugverbot von 22 bis sechs Uhr kann die notwendige Nachtruhe der Anwohner sicher stellen.“

Währenddessen gingen die Vorarbeiten und Planungen für das Terminal 3 munter weiter, obwohl die im Planfeststellungsbeschluss geforderten Erschließungsmaßnahmen fehlten, kritisiert Schaus. Das habe ein am Dienstag vorgestelltes Gutachten der Initiative „Zukunft Rhein-Main“ festgestellt, der vor allem vom Fluglärm betroffene Kommunen angehören.

„Wir teilen die Aussagen im  Gutachten und fordern den Frankfurter Planungsdezernenten und Bürgermeister Cunitz (Grüne) auf, keine Baugenehmigung für das Terminal 3 zu erteilen. Beide Entwicklungen zeigen: Beim weiteren Ausbau sollen nun schnell Fakten geschaffen werden. Das ist die absolut falsche Prioritätensetzung!"


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